Was ist sicher und unsicher - Schlaf


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Während Ihrer Schwangerschaft haben Sie vielleicht mehr Mühe als normalerweise, einschlafen zu können. Ein größerer Bauch, Sodbrennen, Sorgen, Rückenschmerzen und Kurzatmigkeit führen zu weniger Schlaf. Sie können von dem Mangel an gutem Schlaf frustriert werden. Trotzdem ist Schlaf während der Schwangerschaft besonders notwendig. Machen Sie gegebenenfalls morgens gegen zehn Uhr ein Nickerchen. Legen Sie sich hin, wenn Sie merken, dass Sie müde werden.

 Warum bin ich so müde?
Außer dem schwierigeren Einschlafen (und Durchschlafen) erfordert das Entwickeln und Ernähren eines Babys im Bauch eine enorme Menge Energie von Ihnen. Während der Schwangerschaft arbeitet das Herz bis zu vier- oder fünfmal mehr als normal, da es extra Blut durch Ihren Körper und den Ihres Babys pumpt. Das erklärt auch Ihren hohen Herzschlag im dritten Trimenon (Schwangerschaftsdrittel). Auch Ihre Nieren müssen mehr arbeiten, um die Abfallprodukte in Ihrem Körper zu verarbeiten. Ihre Muskeln müssen in der Schwangerschaft ebenfalls mehr leisten, um das zusätzliche Gewicht zu tragen.

 Auf Ihrem Rücken schlafen
Obwohl die Rückenlage eine beliebte Schlafhaltung für viele schwangere Frauen ist, kann sie doch Rückenschmerzen verursachen. Auch das Atmen kostet mehr Anstrengung. Weil ein ordentliches Gewicht auf Ihre Eingeweiden und wichtigen Blutgefäße drückt, ist die Rückenlage auch nachteilig für Kreislauf, Atmung, Verdauung, Hämorrhoiden und Blutdruck.

 Schlafen auf dem Bauch
In den ersten Monaten der Schwangerschaft können Sie noch auf Ihrem Bauch schlafen, später wird das durch den Umfang nicht mehr möglich sein. Schlafen auf der Seite ist besser.

 Schlafen auf der Seite
Dies ist die empfohlene Schlafhaltung während der Schwangerschaft. Auf der Seite schlafen ist am besten für Sie selbst und das Baby. Wenn Sie es aber nicht gewohnt sind, ist es natürlich anfangs schwierig, in der seitlichen Schlafposition einzuschlafen. Das Schlafen auf der linken Seite ist noch besser, da das Baby in dieser Schlaflage die maximale Menge Blut und Nahrung bekommt. Halten Sie Ihre Beine und Knie angewinkelt und legen Sie ein Kissen zwischen Ihre Beine.

 Komfortabel liegen
Stützen Sie mit Kissen Ihren Bauch und Rücken ab. Ein Kissen zwischen Ihren angewinkelten Beinen sorgt für weniger Belastung auf Ihren Unterrücken und macht das Schlafen auf der Seite komfortabler. Ein Kissen hinter Ihrem Rücken sorgt dafür, dass Sie in dieser Haltung weiterschlafen. Normale Kissen sind gut; es gibt aber auch spezielle Schwangerschaftskissen zu kaufen. Elektrische Decken sind gut, aber achten Sie sehr gut darauf, dass Ihr Körper nicht überhitzt. Das kann Geburtsabweichungen verursachen.

Wenn Sie angespannt sind oder Sorgen haben, kann Sie das nachts wachhalten. Dehnübungen oder eine Form von Yoga können entspannen. Bitten Sie Ihren Partner um eine Massage oder nehmen Sie ein (nicht zu) warmes Bad vor dem Schlafengehen.

Was Sie essen und wann Sie essen kann Ihren Schlaf auch beeinflussen. Ein Glas warme (pasteurisierte) Milch vor dem Schlafengehen hilft oft. Haben Sie einen niedrigen Blutzuckerspiegel, dann essen Sie einen proteinreichen Snack vor dem Schlafengehen. Eier, Erdnussbutter oder eine Scheibe Putenaufschnitt auf Brot halten Ihren Blutzuckerspiegel während der Nacht höher. Wenn Sie nicht allzu viel vor dem Schlafengehen trinken, werden Sie sicher auch nicht mehr in der Nacht wach, die Toilette aufsuchen zu müssen.

 Medikamente
Vermeiden Sie möglichst während der Schwangerschaft das Einnehmen von Medikamenten, inklusive alternativer Medikamente. Viele Medikamente sind nicht genug an schwangeren Frauen getestet. Darum ist es schwierig, zu bestimmen, ob Medikamente Nebenwirkungen bei Ihrem Baby haben. Wenn Sie ernsthafte Schlafprobleme haben, dann kann der Arzt Ihnen ein sicheres Mittel verschreiben. Nehmen Sie nie ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ein Schlafmittel (oder anderes Medikament) ein. Die regelmäßige Einnahme von Schlaftabletten kann Entzugserscheinungen bei Ihrem neugeborenen Baby verursachen.



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