Unfruchtbarkeit - Fruchtbarkeitsprobleme-beim-Mann


Unfruchtbarkeit Fruchtbarkeitsprobleme-beim-Mann
Unfruchtbarkeit
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Chemotherapie
Sowohl bei Männern als auch bei Frauen kann Chemotherapie die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Bei manchen Menschen kommt die Fruchtbarkeit zurück; bei anderen ist die Unfruchtbarkeit bleibend. Bei Kindern von Frauen, die nach ihrer Behandlung mit Zytostatica (Cytostatica) schwanger geworden sind, wurden nicht mehr angeborene Abweichungen als bei Kindern von Frauen, die keine Chemotherapie erhielten, nachgewiesen. Auch bei Kindern von Männern, die nach ihrer Behandlung ihr Kind gezeugt haben, sind nicht mehr angeborene Abweichungen als bei Kindern von Männern, die sich keiner Chemotherapie unterzogen haben, nachgewiesen.

Chemotherapie kann die Anzahl der Samenzellen und deren Beweglichkeit verringern, das zu vorübergehender oder bleibender Unfruchtbarkeit führen kann. Besprechen Sie mögliche Folgen mit Ihrem behandelnden Arzt. Wenn ein Kinderwunsch besteht, können Sie Sperma einfrieren lassen. Chemotherapie kann Schwierigkeiten beim Entwickeln einer Erektion hervorrufen. Chemotherapie kann die Chromosomen schädigen. Männer die Chemotherapie bekommen, müssen deswegen Verhütungsmittel benutzen, um keine Schwangerschaft zu verursachen.

Spermaqualität
Ein Mann mit wenigen Samenzellen, die auch wenig beweglich sind, hat eine kleinere Chance auf das Zustandebringen einer Befruchtung als jemand mit wenig, aber gut beweglichen Samenzellen. Bei den meisten Männern, bei denen der Samen nicht optimal ist, handelt es sich um eine Kombination von einer niedrigen Anzahl, einer geringen Beweglichkeit und vielen abweichenden Formen der Samenzellen. Auch bei einer geringeren Samenqualität kann eine Schwangerschaft entstehen. Die Chancen sind dann wohl geringer oder es dauert länger. Normalerweise kommen bei einem Samenerguss (Ejakulation) hundert bis zweihundert Millionen Samenzellen (Spermien) frei. Pro Milliliter sind das ungefähr zwanzig bis fünfzig Millionen. Bei weniger als zwanzig Millionen Samenzellen pro Milliliter spricht man von Oligozoospermie (wenig Samenzellen). Manchmal sind gar keine Samenzellen im Sperma. Man spricht dann von Azoospermie (Abwesenheit von Samenzellen).

Auch die Beweglichkeit der Samenzellen ist wichtig. Die Samenzellen müssen beweglich genug sein, um sich durch den Schleim des Gebärmuttermundes, durch die Gebärmutter und die Eileiter zur Eizelle am Ende des Eileiters zu bewegen. Bei unzureichender Beweglichkeit der Samenzellen spricht man von Asthenozoospermie (schlecht bewegende Samenzellen).

Andere Faktoren
Andere Faktoren, die bei einer verringerten Samenqualität mitspielen können:
 

Wärme:

Die Hoden haben eine Temperatur von 34 bis 35 Grad Celsius. Das ist niedriger als die Körpertemperatur (37 °C). Für eine optimale Samenproduktion ist diese Temperatur wichtig. Das Tragen von enger Unterwäsche oder das häufige, sehr heiße Baden, kann die Temperatur erhöhen, sowie die Nutzung einer Sauna. Auch bei Krampfaderknoten im Hodensack ist die Temperatur der Hoden manchmal erhöht.

 

Rauchen und Drogen:

Männer, die rauchen, bilden weniger Spermazellen und weniger Spermaflüssigkeit (der ‘Ausstoss’ ist kleiner). Die Samenzellen haben meistens eine abweichende Form. Rauchen kann einen ungünstigen Effekt auf die Qualität des Samens haben. Das Gleiche gilt für den Gebrauch von Drogen.

 

Alkohol:

Übermäßiger Gebrauch von Alkohol (mehr als zwei Gläser pro Tag) kann die Qualität des Samens ungünstig beeinflussen.

 

Häufigkeit von Samenerguss:

Sehr selten oder gerade sehr oft einen Samenerguss haben, spielt bei manchen Männern eine Rolle bei einer verringerten Samenqualität. Im Allgemeinen fördert das ‘Sparen’ von Samen während längerer Zeit nicht die Qualität.

 

Fieber:

Nach einer Krankheit mit Fieber kann die Qualität des Spermas einige Zeit geringer sein. Die Entwicklung und Reifung von Samenzellen dauert ungefähr zwei bis drei Monate. Es kann also einige Zeit dauern, bevor die Qualität nach einer fiebrigen Krankheit wieder normal ist.

 

Hormonale Ursachen:

Eine zu niedrige Produktion des follikelstimulierenden Hormons (FSH), das die Samenballen stimuliert, kann zu einer schlechten Qualität des Samens führen; aber diese Hormonstörung ist sehr selten.

 

 



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