Unfruchtbarkeit - Fruchtbarkeitsprobleme-bei-der-Frau


Unfruchtbarkeit Fruchtbarkeitsprobleme-bei-der-Frau
Unfruchtbarkeit
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DES
DES steht für Diethylstilbestrol, ein künstliches weibliches Hormon. Es wurde in den Niederlanden zwischen 1947 und 1976 schwangeren Frauen in großem Umfang verschrieben; in den USA zwischen 1940 und 1971. DES versprach, Fehlgeburten zu verhindern. Das Versprechen wurde aber keinerseits wahrgemacht. Andererseits stellte sich heraus, dass das Mittel für die Mütter und ihre Kinder schädlich war und möglicherweise ist es auch schädlich für die Enkelkinder.

Es sind Folgen bei den Müttern (den Frauen, die mit DES behandelt wurden) bekannt, bei den Töchtern und Söhnen aus den Schwangerschaften dieser DES-Mütter und wahrscheinlich auch bei den Söhnen der DES-Töchter.

DES-Töchter

  • DES-Töchter können eventuell in der Vergangenheit eine Entzündung am Becken gehabt haben.
  • DES-Töchter erleben eventuell sehr schmerzhafte Menstruationen.
  • Viele DES-Töchter leiden unter übermäßiger vaginaler Ausscheidung (‘Weißfluss’), da sie eine abweichende (aber gutartige) Zellenbekleidung auf der Vaginawand haben: Adenosis. Diese Zellenbekleidung befindet sich normalerweise nur auf dem Gebärmuttermund und an der Innenseite der Gebärmutter.
  • Der Einfluss von Diethylstilbestrol kann bei DES-Töchtern zu Formabweichungen der inneren Geschlechtsorgane führen.
  • DES-Töchter haben mehr Fruchtbarkeitsprobleme als andere Frauen.
  • DES-Töchter bekommen während ihrer Schwangerschaft öfter als andere Frauen mit außergebärmütterlichen Schwangerschaften, Fehlgeburten und Frühgeburten zu tun.
  • DES-Töchter haben mehr Risiko auf Vorstadien von Gebärmutterhalskrebs als andere Frauen.
  • Bei einer von tausend DES-Töchtern verursacht Diethylstilbestrol eine spezielle Form von Scheidenkrebs.

Chemotherapie
Sowohl bei Männern als auch bei Frauen kann Chemotherapie die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Bei manchen Menschen kommt die Fruchtbarkeit wieder zurück; bei anderen ist die Unfruchtbarkeit bleibend. Es ist sehr ratsam, nicht in der Zeit, während Sie eine Chemotherapie anwenden und auch noch bis zu einem Jahr nach der Chemotherapie, schwanger zu werden. Besprechen Sie dieses Thema mit Ihrem Arzt. Bei Kindern von Frauen, die nach ihrer Behandlung mit Zytostatica (Cytostatica) schwanger geworden sind, wurden nicht mehr angeborene Abweichungen als bei Kindern von Frauen, die keine Chemotherapie erhielten, nachgewiesen. Auch bei Kindern von Männern, die nach ihrer Behandlung ihr Kind gezeugt haben, wurden nicht mehr angeborene Abweichungen als bei Kindern von Männern, die keine Chemotherapie erhielten, nachgewiesen.

Chemotherapie hat einen Einfluss auf die Eierstöcke und kann die Anzahl Hormone verringern. Dies kann zu vorübergehender oder bleibender Unfruchtbarkeit führen. Besprechen Sie mögliche Folgen mit Ihrem behandelnden Arzt. Wann Unfruchtbarkeit auftritt und wie lange die Unfruchtbarkeit dauert, hängt von vielen Faktoren ab (Typ der Chemotherapie, die Dosis der Chemotherapie und das Alter des Patienten).

Chemotherapie kann menopausale Beschwerden hervorrufen, wie Hitzewellen und vaginale Trockenheit. Das erhöht seinerseits das Risiko auf die Entwicklung von Blaseninfektionen. Solche Infektionen müssen unmittelbar behandelt werden. Auch kann das Risiko auf Osteoporose (Knochenentkalkung) zunehmen. Abhängig von den verabreichten Zytostatica (Cytostatica) kann die Menstruation unregelmäßiger werden oder ganz ausbleiben. Auch können die Blutungen heftiger werden. Gegebenenfalls kann Ihr Arzt ‘die Pille’ verschreiben, um den Blutungen entgegenzuwirken. Bei jungen Frauen verschwindet dieses Problem meistens nach der Behandlung, bei älteren Frauen kann es zur verfrühten Menopause führen. Wenn Krebs bei einer schwangeren Frau festgestellt wird, wird man versuchen, die Chemotherapie bis nach der Geburt des Babys zu verzögern. Falls dies unmöglich ist, wird die Therapie aber auf jeden Fall bis nach der zwölften Woche der Schwangerschaft verschoben. In manchen Fällen kann eine Schwangerschaftsbeendigung empfohlen werden.

Eileiterprobleme
In fünfzehn Prozent aller Fruchtbarkeitsprobleme sind Eileiterprobleme die Ursache. Oft geht es um eine vollständige oder teilweise Verklebung der Eileiter. Oft liegt die Ursache in einer früher durchgemachten Eileiterentzündung, beispielsweise durch Chlamydia trachomatis. Eine Bauchoperation kann die Ursache sein. Hierdurch können Verklebungen entstanden sein.

PCOS
Eine viel vorkommende Zyklusstörung ist PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom). Frauen mit PCOS menstruieren nicht oder wenig, sind meistens zu schwer und haben oft eine starke Behaarung. Bei Frauen mit PCOS sind in den Eierstöcken Zysten zu sehen: mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Durch Gewichtsabnahme kann die Ovulation wieder in Gang kommen. Wenn Abnehmen nicht ausreichend hilft, kann der Gynäkologe Hormone verschreiben, um den Eisprung auszulösen. Helfen Hormone noch nicht genug, dann kommen Frauen mit PCOS für IVF (In-vitro-Fertilisation) in Betracht.

Älternde Eierstöcke
Ungefähr zehn bis fünfzehn Jahre vor den Wechseljahren geht die weibliche Fruchtbarkeit stark zurück. Die Anzahl Eizellen nimmt ab. Es sind frühe Symptome der bevorstehenden Wechseljahre. Die Frau selbst merkt davon nichts. Die Menstruationen erfolgen wie immer, der Eisprung auch. Trotzdem sind die Chancen auf eine Schwangerschaft stark verringert. Bei einer von hundert Frauen kündigen die Wechseljahre sich schon vor dem vierzigsten Lebensjahr an; bei einer von tausend Frauen schon vor dem dreißigsten Lebensjahr. Dann spricht man von verfrühten Wechseljahren. Frauen bekommen dann die typischen Beschwerden der Wechseljahre, wie Hitzewellen und nächtliche Schweißanfälle. Letztendlich hört die Menstruation auf.

Feindlicher Gebärmutterhalsschleim
Bei fünf Prozent der Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen liegt die Ursache in einer gestörten Wechselwirkung. Entweder ist die Vagina zu sauer oder der Gebärmutterhalsschleim zu zäh.

Gebärmutterprobleme
Gebärmutterprobleme können das Einnisten einer Frucht hemmen. Ein Beispiel ist eine Geschwulst (Myom). Frauen können in seltenen Fällen, wenn bei ihnen eine Ausschabung durchgeführt wurde, bei einer Fehlgeburt, einer Abtreibung oder einer Entbindung, das Syndrom von Asherman zurückbehalten. Das bedeutet, dass die Gebärmutterwände miteinander verklebt sind. Manchmal hat eine Frau eine angeborene Abweichung an der Gebärmutter, z.B. eine Trennwand. Manche Frauen werden ohne Gebärmutter geboren. Diese Frauen haben das Syndrom von Mayer-Rokitansky-Küster (MRK-Syndrom).

Endometriose
Bei dieser Erkrankung befindet sich die Gebärmutterschleimhaut nicht nur an der Innenseite der Gebärmutterwand, sondern auch außerhalb. Die Folge ist, dass Frauen während der Menstruation nicht nur in der Gebärmutter bluten, sondern auch an anderen Stellen im Körper.

Hormonale Ursachen
Die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) spielt eine wichtige Rolle. Die am häufigsten vorkommende Ursache von hypophysärer Unfruchtbarkeit ist ein Zuviel des Milchhormons Prolaktin; im Allgemeinen infolge eines Hypophysentumors, dem Prolaktinom.

Rauchen
Rauchen beeinflusst die Fruchtbarkeit. Frauen, die rauchen, brauchen zweimal so lange, um schwanger zu werden. Frauen halbieren die monatliche Chance auf eine Schwangerschaft, wenn sie fünfzehn Zigaretten pro Tag rauchen.

Wiederholte Fehlgeburten
Wenn drei Fehlgeburten oder mehr nacheinander auftreten, spricht man von einem habituellen Abort oder auch von wiederholten Fehlgeburten. Das kommt bei 0,5 bis 1 Prozent der Frauen vor, die schwanger werden wollen. Nach zwei Fehlgeburten liegt das Risiko auf Wiederholung bei 25 Prozent. Nach drei Fehlgeburten ist dies 35 Prozent. Es wird eine Untersuchung durchgeführt, wenn die Frau drei Fehlgeburten nacheinander hatte. Immer öfter wird sogar nach zwei Fehlgeburten schon eine Untersuchung durchgeführt.



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