Traditionen nach der Geburt


Traditionen nach der Geburt
Traditionen-nach-der-Geburt
     Babypinkeln
     Geburtssuppe
     im-Ausland
     Weggen-wegbringen
     Weisertwecken-(Bayern)

Deutschland
Wenn ein Kind geboren wird, besuchen Freunde und Verwandte die junge Mutter im Krankenhaus. Einige bringen als Geschenk einen Blumenstrauß mit. Für das Neugeborene wird den jungen Eltern meistens Spielzeug oder Babykleidung als Geschenk überreicht. Gerne wird auch ein Babybuch verschenkt, worin die Entwicklung des Babys bis zur Schulzeit von den Eltern festgehalten wird. Später im Erwachsenenalter wird es dem Sohn oder der Tochter als Erinnerung übergeben.

Storch
In manchen Orten stellen Nachbarn, Freunde oder Verwandte nach der Geburt eines Kindes einen hölzernen Storch, häufig auch Klapperstorch genannt, im Vorgarten oder auf dem Dach des Hauses der jungen Eltern auf. Im Schnabel hält der Storch ein Baby in einer Windel fest. Eine blaue Schleife an der Windel bedeutet, dass ein Junge geboren ist, eine rosa Schleife ein Mädchen. So wird deutlich, dass ein freudiges Ereignis in diesem Hause stattgefunden hat.

In vielen Regionen wird erzählt, dass der Storch Babys bringt. Nach einer Legende wird erzählt, dass der Klapperstorch der Mutter ins Bein pickt und sie darum im Bett liegen muss. Der Storch lässt die Kinder durch den Schornstein ins Schlafzimmer der Eltern plumpsen. Der Storch ist froh, dass er auf dem Dach nisten darf und schenkt der Familie aus Gastfreundschaft ein Kind. Diese Legende stammt aus Teilen Europas, in denen Störche jährlich auf den Hausdächern nisten. Störche sind große und starke Vögel und hätten darum neugeborene Kinder tragen können. Eine weitere Erklärung für die Entstehung dieser Legende könnte sein, dass der Storch bei sehr vielen Menschen ein hohes Ansehen genoss, da er seinen Nachwuchs mit sehr viel Aufwand hegt und pflegt.

Eine andere Legende wird nach einer Geschichte von dem Ehepaar im Ries erzählt. Das Ehepaar flehte zum germanischen Gott Donar um Kindersegen. Dieser schickte seinen Vogel, einen Storch, als Götterbote nach Afrika. Der Storch hat vom dortigen Baby-Tümpel ein Kind für das unglückliche Ehepaar mitgebracht. Der Storch wurde somit zum Symbol für Glück und Fruchtbarkeit.

Wäscheleine
Eine Wäscheleine mit gebrauchter Babykleidung ist auch ein beliebter Brauch. Nachbarn, Freunde oder Verwandte spannen nach der Geburt eines Kindes eine Wäscheleine an der Hausfassade der jungen Familie auf. Dort hängen sie alte Babystrampler, Babysöckchen, Babymützchen, Babyjäckchen, Schnuller, Babyspielsachen usw. auf. Alle Menschen, die dann vorbeikommen, können sehen, dass es in diesem Hause Nachwuchs gegeben hat.

Bäumchenstellen
In anderen Regionen ist das „Bäumchenstellen“ ein bekannter Brauch. Ein Bäumchen wird vor dem Haus der jungen Familie aufgestellt. Nachbarn, Freunde und Verwandte behängen das Bäumchen mit alten Babystramplern, Babysöckchen, Babymützchen, Babyjäckchen, Schnuller, Babyspielsachen usw.

Umtrunk
Nach Veranstaltungen wie Storch aufstellen, Wäscheleine spannen, Bäumchen aufstellen etc. wird in den meisten Regionen auf die Geburt des Kindes mit einem Getränk (Bier, Sekt, Schnaps, alkoholfreie Getränke) angestoßen.

In einigen Gegenden lädt der frisch gebackene Vater seine besten Freunde, Nachbarn und Verwandte zu einem Umtrunk ein, während Mutter und Kind sich im Krankenhaus von den Strapazen der Geburt erholen. In anderen Gegenden wartet der Vater bis die Mutter mit dem Neugeborenen zu Hause ist, damit die Mutter am freudigen Ereignis teilnehmen kann. Die Feier der Geburt findet meist im Hause der frisch gebackenen Eltern in gemütlicher Atmosphäre statt.

Hühnerfest (Ostberlin)
In Ostberlin schlachtet der Vater nach alter Tradition mit seinen Freunden, Nachbarn und Verwandten ein Huhn. Die Männer rupfen das Huhn, säubern es und bereiten eine Hühnersuppe zu. Männer, die bereits Vater (geworden) sind, bekommen Hühnersuppe mit Fleischeinlage. Männer, die noch Vater werden (müssen), bekommen nur die Hühnerbrühe und keine Fleischeinlage. In fröhlicher Runde wird auf das Wohl des neugeborenen Kindes und den frisch gebackenen Eltern angestoßen. Die Mutter nimmt meistens nicht am Hühnerfest teil, da sie sich mit dem Baby im Krankenhaus von den Strapazen der Geburt erholen muss.

Geschenke
Traditionelle Geschenke sind Windeltorten. Diese werden aus Windeln/Wegwerfwindeln und vielen Baby-Pflegeprodukten wie Babyöl, Babycreme, Babyshampoo, Babypuder usw. zu einer schönen Torte zusammen gebastelt und hübsch verpackt.

Ein weiteres, traditionelles Geschenk ist eine Sammelkiste zur Erinnerung, in der allerlei Sachen von Geburt bis zum Schulalter aufbewahrt werden. Gerne werden in dieser Kiste die erste Locke des Kindes, Glückwunschkarten, Babyschuhe, Taufkleid, Fotos usw. gesammelt. Später im Erwachsenenalter wird es dem Sohn oder der Tochter als Erinnerung übergeben.

Bäumchen zur Geburt pflanzen
In einigen Regionen wird nach altem Brauch ein Baum zur Geburt des Kindes gepflanzt. Ein Baum ist das Symbol der Fruchtbarkeit, des Gedeihens und des Wachstums. Früher war es Sitte für ein Mädchen einen Birnenbaum und für einen Jungen einen Apfelbaum zu pflanzen. In der heutigen Zeit werden auch andere Bäume gepflanzt. Entweder besorgen die Eltern oder die Taufpaten den Baum. Der Vater pflanzt den Baum für das Neugeborene. Einige Väter vergraben die Plazenta (Mutterkuchen) des Kindes in die Erde und pflanzen dann darauf den Baum.

Steht kein eigener Garten zur Verfügung, dann kann man sich bei der Gemeinde oder bei einem Bauern erkundigen, ob ein Baum gepflanzt werden darf.

Der Baum wächst gemeinsam mit dem Kind heran. Die Obstbäume tragen dann zur Einschulung des Kindes das erste Mal Früchte.

Bixnmacherei (Bayern)
Eine alte Tradition in Bayern ist die „Bixnmacherei“. Oftmals steht ein Schild am Straßenrand „Zur Bixnmacherei“, das mit sehr vielen leeren Blechdosen geschmückt ist. Dann weiß jeder, dass ein Mädchen das Neugeborene ist. Bixn bedeutet Büchse, aber auch Mädchen/Frau. Mädchen waren früher sehr teuer für die Eltern, da sie ‚nur‘ im Haushalt helfen konnten und der Brautvater auch noch die ganze Hochzeit organisieren und zahlen musste. Ein Mann, der nur Mädchen gezeugt hat, wurde als „Bixnmacher“ bezeichnet. Auf Grund von Kleinfamilien in der heutigen Zeit wird der Vater von nur einem Mädchen bereits als Bixnmacher bezeichnet. In der damaligen Zeit spendeten die Nachbarn Geld für den Vater, falls das Erstgeborene ein Mädchen war.



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