Tests vor der Schwangerschaft - Hämoglobin


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Anämie (Blutarmut) wird verursacht durch einen Mangel an Hämoglobin. Ein solcher Mangel kann die Folge eines Mangels an roten Blutkörperchen sein; er kann aber auch entstehen, wenn zu wenig Hämoglobin gebildet wird. Dies ist oft die Folge von Eisenmangel.

Hämoglobin ist ein Eiweiß, das sich in den roten Blutkörperchen befindet. Dieses Eiweiß transportiert Sauerstoff durch das Blut. Hämoglobin wird hauptsächlich aus Eisen gebildet. Bei einem Mangel an Eisen kann nicht genug Hämoglobin gebildet werden; es kann also nicht genug Sauerstoff für die schwangere Frau und das Baby transportiert werden.

Der Sauerstoffbedarf nimmt während der Schwangerschaft zu. Um diesen Bedarf decken zu können, bildet der Körper der Frau zusätzlich rote Blutkörperchen. Außerdem wird der Körper mehr Plasma (Blutflüssigkeit) produzieren. Die Menge an Plasma steigt schneller als die Anzahl roter Blutkörperchen. Hierdurch entsteht eine Blutverdünnung, die für eine gute Blutzufuhr zum Baby notwendig ist. Durch die Blutverdünnung verändern sich die Blutwerte. Die Konzentration an Hämoglobin (und roten Blutkörperchen) nimmt pro Liter Blut ab. Hierdurch wird der Anschein erweckt, als ob Blutarmut besteht, obwohl die Gesamtmenge Hämoglobin (zusammen mit den roten Blutkörperchen) zugenommen hat. Eine Frau, die nicht schwanger ist, hat ein Hämoglobingehalt (Hb-Wert) zwischen 7,5 und 10. Bei einer schwangeren Frau kann der Hb-Wert auf 6,3 sinken (das ist abhängig von der Dauer der Schwangerschaft), ohne dass es sich um eine Anämie handelt.
 

Erhöhtes Risiko auf Anämie während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft kommt Anämie häufiger vor, weil der Bedarf an Eisen, Folsäure und anderen Mineralen und Vitaminen stark zunimmt. All diese Stoffe sind für die Produktion von Hämoglobin wichtig. Das Risiko auf Anämie ist größer bei Frauen, die:

  • Viel unter Morgenübelkeit leiden, die mit Brechen einhergeht.
  • Die von Mehrlingen schwanger sind.
  • Eine Diät machen, die wenig Eisen und Folsäure enthält.
  • Dicht aufeinanderfolgende Schwangerschaften erleben.
  • Vor der Schwangerschaft heftige Menstruationen hatten.

 

Symptome und Beschwerden

Die Symptome von Anämie sind unter anderem eine bleiche Haut, Schwindel, Kopfschmerzen und Schmerzen in der Brust (Angina pectoris - Brustenge). Häufige Symptome sind auch das schnell außer Atem kommen und Müdigkeit. Nicht immer sind nur die aufgeführten Symptome ein Hinweis auf eine Anämie. Viele Schwangere können unter einer Anämie leiden, weil ihr Herz während der Schwangerschaft härter arbeiten muss. Es ist ratsam, solche Beschwerden mit dem Gynäkologen zu besprechen.

 

Anämie und die Gesundheid des Babys

Der Körper sorgt dafür, dass erst das Baby ausreichend Eisen bekommt; danach erst die schwangere Frau. Das bedeutet, dass bei der Frau schon früher als beim ungeborenen Baby ein Eisenmangel auftritt. Das Baby braucht die größte Eisenmenge in der Mitte der Schwangerschaft. Darum ist es wichtig, dass die schwangere Frau gut für sich selbst sorgt und ausreichend Eisen aufnimmt. Erst bei extrem niedrigen Werten des Hämoglobingehaltes ist das Baby in Gefahr. Diese extrem niedrigen Werte kommen vor allem vor, wenn eine bestimmte Form der Sichelzellenanämie oder Thalassämie vorhanden ist. Ist die Ursache von Anämie erblich (es gibt zahlreiche Krankheiten, die chronische Anämie verursachen), dann besteht ein Risiko, dass das Baby auch Blutarmut hat. In diesem Fall besteht vor der Schwangerschaft schon eine Anämie bei der Frau, aber diese wird sich während der Schwangerschaft verschlimmern.

 

Komplikationen während der Schwangerschaft und nach der Entbindung

Wenn Frauen eine sehr schwere Anämie haben, besteht ein größeres Risiko auf eine frühzeitige Entbindung. Auch kann das Geburtsgewicht des Babys zu niedrig sein. Während der Geburt verliert die Frau immer Blut. Wenn vor der Entbindung keine Anämie vorlag, kann der Körper den Blutverlust gut kompensieren. Nach der Entbindung wird das Blut wieder dicker werden (so, wie es vor der Schwangerschaft war) und der Hämoglobingehalt steigt. Wenn extrem viel Blutverlust während der Entbindung auftritt, oder wenn schon eine Anämie während der Schwangerschaft vorlag, kann es notwendig sein, mindestens sechs Wochen nach der Entbindung Eisenergänzungsstoffe (weiter) einzunehmen. Bei extrem viel Blutverlust wird der Gynäkologe regelmäßig den Hämoglobingehalt kontrollieren. Wenn die Frau stillen will, muss besonders auf Eiseneinnahme geachtet werden. Mit der Muttermilch wird viel Eisen bei der Mutter abgebaut.

 

Kontrolle von Hämoglobin

Während der Schwangerschaft wird der Gynäkologe zu bestimmten Zeitpunkten den Hämoglobingehalt (Hb-Wert) kontrollieren. Die meisten Gynäkologen haben ein Gerät, womit sie das Blut direkt untersuchen können. Dieses Blut wird durch einen Fingereinstich gewonnen; das Ergebnis ist innerhalb von einigen Minuten bekannt. Dieses Ergebnis sagt nur etwas über den Hämoglobingehalt im Blut aus. Wenn dieser zu niedrig ist, wird eine ausführlichere Blutuntersuchung stattfinden.

 

Behandlung

Zuerst wird die Ernährungsweise besprochen, um sicher zu sein, dass die Frau ausreichend Eisen zu sich nimmt. Falls es notwendig ist, werden Eisenpräparate verschrieben. Beim Gebrauch dieser Präparate ist es möglich, dass die Frau Probleme mit Verstopfung bekommt. Darum muss die Frau auch darauf achten, dass ihre Nahrung die notwendigen Ballaststoffe enthält. Wenn die Verstopfung ein zu großes Problem wird, ist es manchmal möglich, dass ein anderes Eisenpräparat verschrieben wird. Es gibt seltene Fälle, in denen Anämie nicht mit oraler Medikation behandelt werden kann. Dann können Bluttransfusionen oder Eiseninjektionen notwendig sein. In Deutschland geht man mit der Gabe von Bluttransfusionen vorsichtig um, weil bekannt ist, dass in der Vergangenheit Blut mit unbekannten Stoffen infiziert gewesen sein kann (beispielsweise HIV-Infizierung durch eine Bluttransfusion in dem Zeitraum, in dem HIV noch nicht sehr bekannt war) und im Blut allerlei Antikörper vorkommen können, die schädlich sein können. Aus diesen Gründen wird erst dann eine Bluttransfusion durchgeführt, wenn es nicht mehr anders geht. In den meisten Krankenhäusern liegt momentan die Grenze des Hämoglobingehaltes (Hb-Wertes) bei 4,0.

 

Vorsorgemaßnahmen

Nahrung ist die beste Quelle, um Eisen aufzunehmen. Wenn die Frau ausreichend Produkte aus der folgenden Liste zu sich nimmt, ist die Einnahme von Eisenpräparaten im Prinzip nicht notwendig. Genau wie es für die meisten Vitamine und Minerale gilt, ist Nahrung die beste Weise, Eisen aufzunehmen. Eisenergänzungsmittel sind nicht notwendig, wenn die Nahrung ausreichend eisenhaltige Produkte enthält. Beispiele hierfür sind:

  • Mageres rotes Fleisch (Rind), sofern es gut gar ist.
  • Dunkelgrünes Blattgemüse.
  • Vollkornprodukte, beispielsweise Vollkornbrot.
  • Eier.
  • Cornflakes (mit extra Eisen).
  • Kartoffeln.
  • Krustentiere.
  • Apfelkraut.
  • Rote Johannisbeeren.
  • Nüsse.
  • Getrocknete Südfrüchte, beispielsweise Aprikosen und Rosinen.
  • Hülsenfrüchte.
  • Roosvicee Ferro.
  • Floradix®.
  • Multivitamin-Präparat, speziell für Schwangere.

Leber und Roastbeef muss die schwangere Frau stehen lassen, auch wenn diese viel Eisen enthalten. Hierin ist nämlich ein hoher Vitamin A-Gehalt. Hohe Dosen Vitamin A müssen während der Schwangerschaft vermieden werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass dies schädlich für das Baby sein kann. Nach der Entbindung sind sie allerdings zum Verzehr angeraten. Eisen aus Fleisch wird vom Körper nämlich besser aufgenommen als das Eisen aus Gemüse.



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