Schwangerschaftsdiabetes


Schwangerschaftsdiabetes
Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes bedeutet Zuckerkrankheit während der Schwangerschaft. Diese Form von Diabetes beginnt meistens nach der 24. Schwangerschaftswoche und besteht nur während der Schwangerschaft. Zwei Prozent der schwangeren Frauen wird mit dieser Form von Diabetes konfrontiert. Sie entsteht, weil Ihre Schwangerschaftshormone die Bildung von Insulin hemmen.
 

Wann bekommen Sie Schwangerschaftsdiabetes?

Sie haben ein erhöhtes Risiko auf Schwangerschaftsdiabetes, wenn:

  • Diabetes in Ihrer Familie vorkommt.
  • Sie schon früher Diabetes hatten.
  • Sie einen hohen Cholesterinspiegel haben.
  • Sie Übergewicht haben.
  • Sie mehrere Fehlgeburten hatten.
  • Sie früher ein Kind bekommen haben, das bei der Geburt schwerer als 4.000 Gramm wog.

Es kann auch sein, dass Sie kein erhöhtes Risiko haben und doch Schwangerschaftsdiabetes bekommen. Auch haben Sie nach der Entbindung ein erhöhtes Risiko, Diabetes Typ 2 zu bekommen.
 

Anzeichen von Schwangerschaftsdiabetes:

  • Viel Durst.
  • Viel Wasser lassen.
  • Große Gebärmutter durch viel Fruchtwasser.

 

Mögliche Folgen von Schwangerschaftsdiabetes:

  • Ein Kind mit einem hohen Geburtsgewicht.
  • Frühgeburt.
  • Zu niedriger Blutzuckerspiegel beim Baby nach der Geburt.
  • Dicke Hände und Füße durch Wasseransammlung.
  • Eine Harnwegsinfektion.

 

Behandlung

Sie werden unter intensiver Behandlung beim Gynäkologen bleiben und auf jeden Fall im Krankenhaus entbinden. Es werden mehrere Ultraschall-Untersuchungen gemacht, um das Wachstum Ihres Kindes zu überwachen und die Fruchtwassermenge zu messen.

Der Gynäkologe wird Sie ebenfalls zum Internisten durchverweisen, der Sie zusammen mit dem Diabetes-Krankenpfleger und Diätisten dabei begleiten, Ihre Blutglukose unter Kontrolle zu halten. Falls eine kohlenhydratarme Diät keine Abhilfe verschafft, wird man zur Anwendung von Insulin übergehen.

Gegebenenfalls, und sicher bei Schwangerschaftsdiabetes mit Insulingabe, wird die Geburt in der 38. Schwangerschaftswoche eingeleitet. Nach der Geburt wird die Blutglukose Ihres Kindes kontrolliert. Wenn diese zu niedrig ist, wird mittels einer Infusion Glukose verabreicht. Ihr Kind wird dann auf der Neonatologie-Station aufgenommen. In dem Fall verbleiben Sie mit Ihrem Kind mindestens 48 Stunden im Krankenhaus.

Nachkontrolle findet sowohl beim Gynäkologen als auch beim Internisten statt. Auch in den nächsten Jahren ist es ratsam, einmal jährlich Ihren Langzeitzucker (HbA1C) kontrollieren zu lassen.

 



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