Robben und Krabbeln


Robben und Krabbeln
Robben-und-Krabbeln

Es ist von Baby zu Baby unterschiedlich, wann es anfängt, zu krabbeln. Krabbelt das eine Baby schon mit sechs Monaten, beginnt das andere Baby erst mit zwölf Monaten.

In seltenen Fällen überschlagen Babys das sogenannte ‘Robben’ und beginnen direkt mit dem Krabbeln. Im Allgemeinen beginnt das Baby aber mit dem Robben. Das Baby hält seinen Bauch auf dem Boden und gebraucht seine Ärmchen, um sich durch das Zimmer (oder den Laufstall) zu schieben. Manchmal gehen Kinder, die an einen glatten Boden gewöhnt sind, beispielsweise Laminat, nach dem Robben im Laufe der Zeit direkt zum Laufen über. Diese Kinder überschlagen nach dem Robben dann die Krabbelzeit.

Die meisten Kinder krabbeln nach dem Robben erst auf Händen und Füßen, mit dem Bauch vom Boden erhoben. Wenn sie gerade mit dem Krabbeln angefangen haben, sieht man oft den Babypo hin und her schaukeln. Oft krabbelt ein Baby zu Anfang nur rückwärts, bis es feststellt, dass es auch vorwärts geht. Haben sie das Krabbeln erst einmal richtig gelernt, dann bewegen sie sich in einem rasenden Tempo durch das ganze Haus, herrlich auf Entdeckungstour.

Sicherheit
Das Baby findet das Krabbeln durch die Wohnung prächtig. Es kann jetzt Stellen erreichen, an die es vorher nicht herankam und es will alles untersuchen. Sie müssen jetzt dafür sorgen, dass alles gesichert ist, Ihr Kleines versteht noch kein ‘Nein’.

Es ist schwierig einzuschätzen, was gefährlich sein könnte für das krabbelnde Baby, wenn sie normal aufrecht stehen. Krabbeln Sie selbst einmal durch Ihr Wohnzimmer und schauen Sie, an welche gefährlichen Stellen Ihr Baby überall kommen kann. Versuchen Sie, mit den Augen Ihres Kindes zu sehen.

Sicherheitstipps

  • Sorgen Sie dafür, dass keine kleinen Gegenstände auf dem Boden liegen. Ihr Kind würde diese sicher in sein Mündchen stecken.
  • Entfernen Sie Dinge, die Ihr Kind herunterreißen und auf die es fallen kann, z.B. eine Pflanze auf einem Ständer oder ein Aquarium.
  • Sichern Sie Steckdosen mit speziellen Schutzplatten. (Denken Sie an niedrige Steckdosen, die in manchen Wohnungen vorhanden sind).
  • Es ist sehr wichtig, alle losen Drähte und Kabel zu entfernen bzw. zu bedecken. Denken Sie z.B. an Telefonschnüre und Kabel der Stereo-Anlage.
  • Achten Sie darauf, dass Sie keine giftigen Pflanzen in Reichweite Ihres Kindes stehen haben, denn viele schöne Pflanzen, die auf den ersten Blick unschuldig aussehen, sind giftig. Beim Ankauf einer Pflanze müssen Informationen vorhanden sein (beispielsweise mittels eines angehefteten Kärtchens). Leider ist das nicht immer der Fall.
  • Achten Sie darauf. dass Ihr Kind nicht an die untersten Schubladen kommt, wo seine Fingerchen eingeklemmt werden können. Bringen Sie Kindersicherungen an den Schubladen an.
  • Wahrscheinlich kann Ihr Kind auch schon krabbelnd in die Küche kommen. Verriegeln Sie die Küchentüren mit Türriegeln. Weil immer einmal vergessen werden kann, eine Tür zu verriegeln, können Sie am besten alle Reinigungsmittel in einem Hängeschrank aufbewahren.
  • Halten Sie die Treppengitter sowohl unten als auch oben geschlossen. Ihr Kleines wird nicht sofort die Treppe hochkrabbeln. Bevor es Ihnen jedoch auffällt, kann Ihr Baby bereits die erste Stufe erreicht haben. Wenn Sie das Baby nach oben krabbeln lassen, wollen Sie auch nicht gerne daran denken, was passieren kann, wenn Sie unbeabsichtigt vergessen, das obere Gitter zu schließen. Schließen Sie darum vorsichtshalber das Gitter immer, auch wenn Ihr Kind schläft oder woanders schläft. So verringern Sie das Risiko, es einmal zu vergessen.
  • Ein krabbelndes Kind ist für viele Hunde, die meistens sowieso schon sehr eifersüchtig sind, ein Signal, dass das Kind niedrig in der Gruppenrangfolge steht. Das kann dazu führen, dass der Hund Ihr Kind beißt. Lassen Sie Ihr Kind niemals mit Haustieren allein, auch wenn Sie denken, Ihren Hund oder Ihre Katze gut zu kennen. Eine Katze, die durch Ihr Kind, das auf Untersuchungstour ist, am Schwanz gegriffen wird, wird sich sicher durch Kratzen und/oder Beißen wehren.


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