Fieber - Fieberkrämpfe


Fieber Fieberkrämpfe
Fieber
     Fieberkrämpfe

Kleinkinder können durch fiebrige Erkrankungen (Infekte), meistens ausgelöst durch einen Virus, Fieber bekommen. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen das Drei-Tage-Fieber, die Masern, die Mittelohrentzündung, die Blasenentzündung und die Magen-Darm-Grippe. Außerdem kann ein einfacher Infekt der oberen Luftwege (z.B. Bronchitis) Fieber auslösen. Meistens sind diese Erkrankungen wenig später wieder auskuriert.

Die Körpertemperatur kann bei fiebrigen Erkrankungen schnell ansteigen. Wenn die Körpertemperatur schnell ansteigt, besteht die Möglichkeit, dass Ihr Kind einen Gelegenheitsanfall (einen zerebralen Anfall) bekommt. Da ein Fieberkrampf zumeist in der Anfangsphase einer Krankheit entsteht, kann es sein, dass Sie nicht einmal gemerkt haben, dass Ihr Kind Fieber hat. Gerade weil das Fieber sehr schnell ansteigt, kann Ihr Kind einen Fieberkrampf bekommen.

Im Allgemeinen kommen diese Fieberkrämpfe nur bei Kleinkindern vor, meistens zwischen dem sechsten Lebensmonat und fünften Lebensjahr. Die Dauer eines Fieberkrampfes ist meistens nicht länger als zehn Minuten. Häufig wird an eine Kombination zwischen Fieberkrämpfen und Epilepsie gedacht, was jedoch nicht stimmt.

Da der Zustand eines Fieberkrampfes nach durchschnittlich fünf Minuten von selbst wieder aufhört und Ihr Kind keinen bleibenden Schaden davonträgt, kann solch ein unkomplizierter Fieberkrampf als ungefährlich eingeordnet werden.

Fieberkrämpfe sind generalisierte tonisch-klonische (oder Grand mal) Anfälle. Bei einem Fieberkrampf sollte die Atmung beobachtet werden, wobei eine Blauverfärbung der Haut (Zyanose) entstehen kann und nicht ungewöhnlich ist.
 

Merkmale eines Fieberkrampfes sind:

  • Unregelmäßige Atmung.
  • Atemanhaltung bis zur Blaufärbung.
  • Plötzliche Schlaffheit.
  • Versteifung des Körpers (tonischer Anfall).
  • Rhythmisches Zucken des gesamten Körpers (klonischer Anfall).
  • Verdrehen der Augen (Blickdeviation).
  • Zungenbiss (eher selten).
  • Urin- und Stuhlabgang.
  • Benommenheit.
  • Bewusstseinsstörung.
  • Bewusstlosigkeit.

Ein Fieberkrampf kann einige Minuten dauern, manchmal sogar zehn Minuten. Wenn der Fieberkrampf vorbei ist, kann Ihr Kind sich noch eine Weile benommen und/oder verwirrt fühlen, schläfrig und erschöpft sein. Ihr Kind kann auch unruhig sein und möglicherweise anfangen zu weinen.

 

Die Diagnose wird auf Grund einer Anzahl von Punkten beurteilt.

  • Fieber (Fieberhöhe).
  • Alter Ihres Kindes.
  • Andere Krankheitssymptome.

Fieberkrämpfe entstehen plötzlich und sind meist schnell wieder vorbei. Darum stützt sich die Diagnose eines Fieberkrampfes fast ausschließlich auf die Beobachtungen der Eltern oder Bezugsperson. Der Arzt wird Ihr Kind gerne untersuchen wollen, um dahinter zu kommen, was die Ursache des (hohen) Fiebers ist. Meistens ist eine unschuldige Infektionskrankheit der Übeltäter und sind keine weiteren Untersuchungen mehr erforderlich.

 

Wann erfolgen weitere Untersuchungen?

  • Wenn der Fieberkrampf bei einem Baby, das jünger als drei Monate ist, auftritt.
  • Wenn der Fieberkrampf bei einem Kind, das älter als fünf Jahre ist, auftritt.
  • Wenn der Fieberkrampf länger als 15 Minuten dauert.
  • Wenn die Zuckungen sich auf einen Teil des Körpers beschränken, zum Beispiel auf ein Bein oder auf einen Arm.
  • Wenn ein Kind mehrere Fieberkrämpfe kurz hintereinander hat.

 

Die Behandlung

Es ist sehr wichtig, dafür zu sorgen, dass Ihr Kind während eines Fieberkrampfes sich nicht selbst verletzen kann. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sich nicht stoßen kann.

Zur Minimierung der Verletzungsgefahr sollen spitze, scharfe oder kantige Gegenstände sofort aus dem Umfeld eines Kindes mit aktuellem Fieberkrampf entfernt werden.

Damit Ihr Kind sich nicht verschlucken kann, legen Sie es am besten auf die Seite.

Ärztliche Untersuchungen haben ergeben, dass Fieberkrämpfe, wenn sie das erste Mal auftreten, verständlicherweise zu großer Aufregung bei den Eltern führen. Solch ein Gelegenheitskrampf erscheint den Eltern als lebensbedrohliches Ereignis, da dieser den Eindruck eines Atemstillstandes vermittelt. Wichtig ist, dass Sie als Eltern Besonnenheit bewahren. Notfallmäßig rufen Eltern meistens einen Arzt hinzu, der eine Krankenhauseinweisung veranlasst.

Wenn ein betroffenes Kind jünger als sechs Monate und älter als fünf Jahre ist, zählt der Fieberkrampf zu den komplizierten Fieberkrämpfen. Das Kind muss dann ins Krankenhaus, damit Hirnstrommessungen (EEG – Elektroenzephalografie) durchgeführt werden können. Diese sind erforderlich, um abzuklären, ob z.B. eine Grunderkrankung des Nervensystems die Ursache des Krampfanfalles sein kann.

 

Tipps gegen Fieber

Beim Fieber ist es wichtig, das Kind abzukühlen. Sie können Ihr Kind entkleiden und es mit einem dünnen Bettlaken bedecken. Das Fenster können Sie öffnen, wobei Sie unbedingt darauf achten müssen, dass es nicht zu kalt im Zimmer wird. Außerdem darf es auf keinen Fall zugig werden. Des Weiteren können Sie die klassischen Waden- oder Bauchwickel anwenden. Sehr wichtig ist, dass Ihr Kind genügend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Einen Fieberkrampf können Sie vorbeugen, indem Sie Ihrem Kind ein fiebersenkendes Medikament (Antipyretikum) geben. Paracetamol hilft zum Beispiel gegen Fieber. Wenn das Kind schon einmal einen Fieberkrampf hatte, dann sollte die Einnahme ab einer Fieberhöhe von 38,5°C erfolgen. In den folgenden ein bis zwei Jahren sollten Eltern dies weiterhin so handhaben, da in dieser Zeit das Wiederholungsrisiko am höchsten ist. Die Verabreichung von Medikamenten für Ihr Baby / Kleinkind darf nur auf Verordnung Ihres Arztes erfolgen.

 

Vorsicht:

Kinder dürfen niemals ohne medizinischen Rat Aspirin bekommen. Arzneimittel wie z.B. Aspirin mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) dürfen im Kindesalter nicht in Zusammenhang mit Virusinfekten eingenommen werden. Diese Arzneimittel können möglicherweise Nebenwirkungen bewirken, die zu der seltenen, aber schlimmen Erkrankung des ‚Reye-Syndroms‘ führen kann. Hierbei entsteht ein akuter Leberschaden.

 

Medikation

Meistens lassen Eltern einen Arzt kommen, wenn sie sehen, dass ihr Kind einen Fieberkrampf hat. Für gewöhnlich ist der Anfall, sobald der Arzt eintrifft, schon wieder vorbei. In seltenen Fällen ist der Fieberkrampf jedoch noch nicht vorbei und kann der Arzt Ihrem Kind ein rektales (im Anus) Medikament verabreichen. Diazepam in flüssiger Form wirkt am schnellsten.

In den meisten Fällen kommt ein Fieberkrampf nur einmal vor. Die Möglichkeit, dass sich ein Fieberkrampf während der aktuellen oder einer darauffolgenden Fieberperiode wiederholt, beträgt ca. 30 %.

 

Risikofaktoren

Risikofaktoren können Verwandte 1. oder 2. Grades (Eltern, Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkel) sein, wenn sie selbst Fieberkrämpfe hatten, vorbestehende Hirnschädigungen (z.B. im Rahmen einer Zerebralparese oder geistigen Behinderung) oder eine verzögerte frühkindliche Entwicklung. Unter Zerebralparese ist eine Vielzahl von spezifischen Störungen zu verstehen. Als Charakteristikum weisen sie eine motorische Schädigung der motorischen Hirnzentren auf, die sich u.a. in einem Verlust der Bewegungsstörung äußern. Es wird behauptet, dass das Risiko von Fieberkrämpfen ohne die genannten besonderen Merkmale nur ca. 2 % beträgt, ungefähr die Hälfte des ‚normalen‘ Risikos in der Gesamtbevölkerung.

 

Einfache oder unkomplizierte Fieberkrämpfe

Die einfachen oder unkomplizierten Fieberkrämpfe kommen am häufigsten vor (ca. 75 %). Diese Form verläuft mit Muskelkrämpfen am gesamten Körper (generalisierter Anfall) und dauert normalerweise nicht länger als fünf bis zehn Minuten.

 

Komplizierte Fieberkrämpfe

Von einem komplizierten Fieberkrampf wird gesprochen, wenn der Anfall mehr als 15 Minuten dauert und wenn zwei oder mehr Anfälle innerhalb von 24 Stunden auftreten. Weitere Merkmale hierfür sind, wenn vier oder mehr Fieberkrämpfe ehemals aufgetreten sind oder Muskelzuckungen sich nur auf ein einziges Körperteil beschränken. Ein weiteres Merkmal ist, dass Zuckungen von einer Stelle ausgehen und sich auf andere Teile des Körpers ausbreiten (fokaler Anfall).

Wenn ein betroffenes Kind jünger als sechs Monate und älter als fünf Jahre ist, zählt der Fieberkrampf zu den komplizierten Fieberkrämpfen.

 

Impfungen bei bekannten Fieberkrämpfen

Schutzimpfungen nach dem Vorkommnis von Fieberkrämpfen sind normalerweise problemlos möglich. Bei manchen Impfungen, besonders gegen Keuchhusten (Pertussis) und Masern, kann Fieber auftreten. Die Impfung gegen Keuchhusten wird meist als kombinierte DiTePer-Impfung durchgeführt, die gleichzeitig vor Diphterie und Tetanus oder Wundstarrkrampf schützt. Eltern können sich bei dem behandelnden Kinderarzt über die Frage einer Fieberprophylaxe beraten lassen.

 

 



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