Blutverlust - 3-Drittes-Schwangerschaftsdrittel


Blutverlust 3-Drittes-Schwangerschaftsdrittel
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Blutungen gegen Ende der Schwangerschaft stellen eine gefährliche Bedrohung für das Leben sowohl der Mutter als auch des Kindes dar. Jeder Blutverlust in der späten Schwangerschaft muss dem Arzt unmittelbar mitgeteilt werden.

Ursachen von Blutungen im dritten Schwangerschaftsdrittel (Schwangerschaftstrimenon) sind:

  • Placenta praevia (Fehllage der Plazenta).
  • Abruptio placentae (vorzeitige Plazentalösung).
  • Riss einer Narbe in der Gebärmutter.
  • Vaginales Trauma.
  • Gebärmutterhalskrebs.
  • Örtliche Verletzung.
  • Ernsthafte Pilz- oder Trichomonadeninfektion, Krampfadern in der Vagina (Scheide) oder Vulva (äußere weibliche Genitalien).
  • Polypen (Ausstülpungen) in Gebärmutterhals oder Vagina.
  • Verlieren des Schleimpfropfens und der Beginn der Entbindungsschmerzen.

Bei Placenta praevia befindet sich die Plazenta unten in der Gebärmutter und liegt über dem Gebärmuttermund oder nahe am Gebärmuttermund. Die Plazenta befindet sich vor der Stelle, an der das Baby herauskommen muss und kann lebensbedrohende Blutungen verursachen. Eine Placenta praevia kann bei einem Ultraschall während einer Routineuntersuchung von Ihrem Gynäkologen bemerkt werden. Placenta praevia kommt bei ungefähr einer von zweihundert Schwangerschaften vor und es sind keine Ursachen bekannt. Frauen haben ein höheres Risiko auf Placenta praevia, wenn sie schon mehrere Kinder geboren haben (meistens mehr als zwei), schwanger werden in höherem Alter, eine Abtreibung oder Ausschabung hatten, Diabetes haben oder sie eine große Plazenta haben, wie z.B. bei Zwillingsschwangerschaften. Die meisten Frauen mit Placenta praevia haben eine schmerzfreie vaginale Blutung, die meistens hellrot ist. Die Menge Blutverlust variiert von leicht bis stark und kann von selbst aufhören. Es wird eine Blutuntersuchung gemacht werden, um Blutverlust zu entdecken. Wenn die Blutung so ernsthaft ist, dass das Leben der Mutter in Gefahr ist, wird meistens ein Notkaiserschnitt durchgeführt. Eine vaginale Entbindung ist nur eine Option bei niedrig gelegener oder nur geringer Placenta praevia.

Es gibt verschiedene Arten von Placenta praevia:
 

Totale Placenta praevia.

Die Plazenta bedeckt die gesamte innere Öffnung des Gebärmutterhalses.
 

Teilweise Placenta praevia.

Die Plazenta bedeckt einen Teil der Öffnung des Gebärmutterhalses.
 

Geringe Placenta praevia.

Die Plazenta streckt sich bis zum Rand des Gebärmutterhalses aus, aber liegt nicht über der Öffnung.

Abruptio placentae ist auch als eine frühzeitige Lösung der Plazenta bekannt. Diese Erkrankung betrifft das Lösen der Plazenta von der Gebärmutterwand. Es bildet sich ein Blutpfropf zwischen der Plazenta und der Gebärmutter. Normalerweise löst sich die Plazenta, die das Baby mit der Gebärmutterwand verbindet und es mit Nahrung versorgt, erst nach der Entbindung. Manchmal kann sich die Plazenta allerdings vorher schon lösen. Weil die Plazenta für die Nahrungs- und Sauerstoffzufuhr des Babys sorgt, wird das Leben des Babys in Gefahr geraten. Abruptio placentae kommt bei einer von hundertfünfzig Schwangerschaften vor. Obwohl Frauen mit mehreren Kindern, einem höheren Alter, hohem Blutdruck und einer größeren Menge Fruchtwasser ein höheres Risiko haben, sind dafür keine Ursachen bekannt. Im frühen Stadium von Abruptio placentae gibt es keine Hinweise oder Symptome. Wenn doch Symptome bestehen, sind das meistens vaginale Blutungen, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, eine empfindliche Gebärmutter und Wehen. Die Blutung kann eine Senkung des Blutdrucks verursachen, der für die Mutter gefährlich ist. Blutverlust kann auch für die Gesundheit und das Wohlergehen des Babys gefährlich sein. Es ist wichtig, unmittelbar medizinische Hilfe herbeizuholen. Es wird ein Ultraschall durchgeführt, um die Größe des Blutpfropfens festzustellen und um zu sehen, ob es dem Baby gut geht. Eine unmittelbare Krankenhausaufnahme ist notwendig und die Mutter erhält möglicherweise eine Bluttransfusion. Wenn das Baby in Not ist, wird ein Notkaiserschnitt durchgeführt, um das Leben des Babys zu retten. Leider liegt die Sterbensrate bei Babys durch Abruptio placentae bei 30-50%.

Schnelle Hilfe ist wichtig! Rufen Sie darum sofort, bei jeder Form von Blutverlust, bei Ihrem Gynäkologen an und bitten ihn um Hilfe. Bereiten Sie sich darauf vor, dem Arzt zu erzählen, wie viel Blut Sie verloren haben und welche Farbe es hatte. Ihr Arzt wird Sie auch fragen, ob Ihre Fruchtblase geplatzt ist, ob Ihnen ein seltsamer Geruch aufgefallen ist, ob Sie Ausfluss, Schmerzen im Becken oder Wehen haben oder hatten. Kurz vorher Sexualverkehr, eine Beckenuntersuchung und jede Form von vaginalem Trauma können die Ursache von Blutungen sein. Wenn Sie eine Blutung haben und Ihren Gynäkologen nicht erreichen können, dann fahren Sie sofort zum nächsten Krankenhaus.



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