Ungefähr ab der zwanzigsten Schwangerschaftswoche wächst die Gebärmutter sehr schnell. Die Schambeinfuge (Symphysis pubica) ist mit Bändern zwischen den rechten und linken Beckenknochen (Schambeinen) verbunden. Die Gebärmutter verankert sich mit diesen Bändern. Diese Bänder werden Gebärmutterbänder oder Mutterbänder genannt. Da das Kind in der Gebärmutter heranwächst, wird die Gebärmutter größer. Hierdurch kann Druck auf die Mutterbänder entstehen. Diese Bänder sind eine Art Muskeln, die dafür sorgen, dass die Gebärmutter an ihrer Stelle bleibt. Insbesondere die Bänder, die seitlich entlang der Gebärmutter verlaufen, können Schmerzen verursachen, da die Bänder überdehnt werden. Der aufkommende Schmerz fühlt sich wie ein scharfer, stechender Schmerz in der Leiste oder am Kreuzbein an. Vor allem wenn Sie müde sind, kann das einige Beschwerden hervorrufen. Der Schmerz kann sehr unangenehm sein, beispielsweise beim Laufen oder wenn Sie aus einer Sitzhaltung aufstehen.
Versuchen Sie, Ihren Bauch nicht hängen zu lassen. Gerade wenn Sie viel stehen, ist es ratsam, die Bauchmuskeln regelmäßig anzuspannen. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Ihre Gebärmutter zu viel an den Bändern hängt.
Es ist auch hilfreich, ein Gummiwärmekissen an die schmerzenden Stellen zu legen. Das sorgt dafür, dass die Bänder sich entspannen und meistens ist der Schmerz innerhalb einer halben Stunde weg. Am besten legen Sie sich schön entspannt aufs Bett oder aufs Sofa.
Wenn Sie den ganzen Tag stehen oder körperlich schwere Arbeit verrichten, können Sie schon früher in der Schwangerschaft Bänderschmerzen bekommen. Dann werden die obengenannten Tipps wahrscheinlich nicht viel helfen.
Lassen Sie sich von Ihrem Gynäkologen oder Ihrem Orthopäden beraten. Es kann sein, dass der Arzt Ihnen zu folgenden Maßnahmen rät:
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